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 Alemannische Sprachinsel im Tessin: Bosco Gurin - Südgipfel des Wandfluhhorn


http://www.youtube.com/watch?v=O3K_1Z_cj9M 


 Auszug:

„Mit dem Gesicht zum Fels taste ich mich vorsichtig in den Kamin hinein, versichere mich der zweifelhaften Griffe und fragwürdigen Tritte. Bricht er aus? Stehe ich fest? Die Trillerpfeife, die ich umhängen habe, würde mich hier nicht retten. Würde jemals jemand mein Pfeifen hören? Den Steinschlaghelm habe ich im Auto gelassen – einen Sturzhelm könnte ich eher brauchen. Ich bin zu keinen klaren Gedanken mehr fähig – das Adrenalin pocht bis in die Schläfen vor Angst.

Jeder Sturz wäre hier tödlich: Ein Dreh aus dem Fels, ein kurzer, harter Aufprall, dann ein Sturz ins Ungewisse, in die Ostwand hinein – mein Gott, der Angstschweiß steht mir auf der Stirn – werde ich hier heil davonkommen?

Nocheinmal angle ich keuchend mit dem rechten Fuß nach einem Halt, den ich nur ahnend ertasten, aber nicht sehen kann. Die Finger in winzige Scharten verkrallt, dann den linken Fuß nachgezogen. Ah, der linke Fuß findet einen Tritt, so breit wie meine Schuhsohle. Ausatmen, ausschnaufen, Entlastung. Aber was mache ich jetzt mit dem rechten? Die rechte Hand muß noch mal einen sicheren Griff in dem harten Granit finden – hier ist so etwas, hält einem Proberütteln stand. Der rechte Fuß sucht, sucht, sucht. Ich muß ihn wieder hochziehen. Da war nichts, nur Leere.“ 

Vom Anstieg zum Wandfluhhorn
 


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