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Autonome Region Friaul / Julisch Venetien -  Jôf di Montásio und Monte Coglians ... und was ist mit der Republik Ampezzo? 

Friulisch-sprachige Region mit slowenischer Minderheit in Italien, gespickt mit einer anarchischen freien Republik

 

Prost ! Auf dem Jôf di Montásio
   

Auszüge:

 „Ich gehe mit einem unguten Gefühl im Bauch schlafen. Eigentlich habe ich nur ein ganz gewöhnliches alpines Sommerprogramm vor mir, kein Grund, vor irgend etwas Angst zu haben. Und doch: Der Jôf di Montasio bedeutet etwas Ungewohntes, Unerhörtes. Von dem Berg mit dem seltsamen Namen hat zu Hause noch nie jemand irgendwas gehört, so unbedeutend, unscheinbar versteckt er sich im äußersten Eck Italiens. Zum ersten Mal in meinem Leben werde ich einen  Steinschlaghelm brauchen. Eine siebzig Meter hohe Leiter wartet auf mich. Und ich werde wieder allein sein.

Je älter ich werde, je länger ich in den Bergen mit ihren Herausforderungen überlebe, desto mehr scheue ich mich vor dem Neuen. Mich an weglosen Hängen, spitzen Graten, steilen Eishängen zurechtfinden mußte ich schon früher; das wäre es nicht, was mir solche Unsicherheit einflößen würde. Am Montasch kommt etwas Neues, Unkalkulierbares auf mich zu: Steinschlag. Dazu noch lange Eisenleitern. Und das Wetter ist ungut wolkig-warm.“


 

„Ich entscheide mich für die Rinne. Sie ist einfach zu klettern und beschreibt in einem Aufschwung eine Linkskurve nach oben. Sie endet an einem kleinen Wändchen, das so aussieht, als ob es erklettert werden müßte. Das Wändchen ist so gut wie senkrecht und ungesichert. Wieder Zweifel: Bin ich hier richtig? Mehrfach nehme ich Anläufe, doch vergebens. Da ist kein Hinaufkommen, jedenfalls nicht für mich ohne Sicherung. Soll ich mich hinaufziehen und dabei riskieren, daß der Griff ausbricht und ich rücklings kippe, stürze? Tot? Querschnittsgelähmt? Auch eine Plakette für mich? Wer würde mir eine Plakette setzen? Auch nach links hin sieht es nicht einladend aus: Nur schräg nach unten geschichtete Platten. Wäre ich hier mit einem Führer: kein Problem. Aber allein?“

„Zu solchen Gruppen gesellt sich auch gerne die schwarze Gipfeldohle. Aber der hungrige Rabenvogel hat nichts mit den Gruppen gemeinsam. Sorgfältig inspiziert er hüpfend die Zwischenräume zwischen den Ausruhenden. Ah, da ist ein Stück Käserinde. Soll er es aufpicken und damit wegfliegen? Soll er es an Ort und Stelle zerlegen? Nach allen Seiten sichernd hackt er auf das gelbe Stück ein, spießt es auf, bis es in zwei Teile zerlegt ist. Dann siegt die Angst. Mit der einen Hälfte fliegt er fort. Um ein paar Augenblicke später wiederzukommen. Dann ist es auch um die zweite Hälfte geschehen.“

Friedensglocke auf dem Monte Coglians


„An der Paßhöhe tobt voll der Touristenrummel. Postkarten, Eis zum lecken. Fettschwallige Tussis in Lederoveralls stehen neben ihren knackigen Motorradboys. 'Jetzt wollen wir aber einen guten Kaffee', tönt eine. Der Typ, der sich angesprochen fühlt, überdimensionierte Sonnenbrille quer über den gestylten Schädel geschoben, stimmt nach der übermenschlichen Anstrengung, die hinter ihnen liegt, gerne zu und fragt zurück: 'Nun, wie sind dir die Berge bekommen?' 'Schlecht, schlecht', gibt die Qualle zurück. Es bleibt im Unklaren, was der Drohne so zugesetzt hat. Der Gegenwind auf dem Motorrad? Die vielen Kurven? Schwindlig geworden? Aber ihren Kaffee soll sie ruhig haben.“



Dieses Kapitel ist erhältlich als Teil von Buch K und

als CD mit pdf-Datei,  143 Seiten, davon 102 teilweise mit Bildern, Karten, Wegskizzen und/oder Höhenprofilen, in ansprechender Plexiglas-Hülle, etikettiert, mit Titelbild und Titelbeschriftung,
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