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Die Tschechei im Hamburger und Stettiner Hafen - Lade- und Wägerampen laden zum Bergsteigen ein 

7,1 m hoch über dem Meer: Höchster Punkt der Tschechischen Republik im Hamburger Hafen. Der Versailler Vertrag ist für diese hübsche Enklave verantwortlich - und die Tschechen halten verbissen daran fest.

 Auszug:


"Ich steige in den ersten Stock und finde mich in Zimmer 106 im Vorzimmer der Exportabteilung einem Lastwagenfahrer mit ausgemergeltem Gesicht gegenüber, der Frachtpapiere herumreicht. Er deutet an, ich solle ins benachbarte Chefzimmer gehen. Höflich klopfe ich an. Hier residiert hinter einem Schreibtisch ein freundlicher Tscheche. Ich zeige ihm meinen Zeitungsartikel, fasele etwas von historischem Interesse und erhalte ohne Umstände meine Fotografiererlaubnis. 'Aber natiierlich – bei dem schänä Wettär!' Resigniert fügt er hinzu: 'Wir sind nicht mehr lange hier.'

Hinter dem Haus finde ich eine Plattform, auf der Container stehen. Etwas Schrott liegt auch herum. Etwas über 1 Meter überragt die Plattform das übrige Firmengelände. Zum Becken des trüben Saalehafens ist es keine 30 Meter weit, dort fällt die Kaimauer vielleicht fünf Meter ab. Die Plattform ist der höchste Berg! Eindeutig. Wenn also das Niveau des Hafenwassers ein paar Meter über dem Meeresspiegel liegt – ich habe kein Meßtischblatt vom Hafengelände zur Hand! –, dann ist die Oberkante der Plattform etwa zehn Meter hoch, so schätze ich.

Wie aber soll ich auf die Plattform hinaufkommen? Es hilft nur ein Sprung und das rechte Bein hochgerissen, so kann ich mich hochhebeln. Der Niedrigste in meiner Sammlung von Höchsten ist nicht einfach zu besteigen; man kann ihn nur bespringen. Zwischen einem Container und einem Schrotthaufen feiere ich meinen Gipfelsieg. Wer mich aus dem Haus der ČSPL heraus vielleicht beobachtet hat, glaubt sicher, ich sei verrückt geworden."


"Schnell fahre ich an das graue Haus heran, mache gleich Bilder, soviel ich kann, da kommt auch schon der 'Gewaltige' aus der Tür. Wir begrüßen uns. Er spricht etwas deutsch. Ich erkläre mich zum Hobbyhistoriker, der nur gekommen ist, um von dem ehemaligen tschechischen Kai Bilder zu machen. Der sei weiter hinten, dort – er macht eine Handbewegung – aber: Bilder dürfe ich hier auf keinen Fall machen. Mißtrauen spricht aus seinem Gesicht, unübersehbar. Wie lange ich mich da herumtreiben wolle? Fünf Minuten. Nur fünf Minuten? Er kann es nicht glauben, will es nicht glauben. Großes Staunen: Ein Deutscher kommt extra nach Stettin gefahren, um im Hafen fünf Minuten lang einer verflossenen tschechischen Baracke am Kai nachzustöbern? Er runzelt ungläubig die Stirn."



Dieses Kapitel ist erhältlich als Teil von Buch H und

als CD mit pdf-Datei,  86 Seiten,  davon 34 teilweise mit Bildern, Karten, Wegskizzen und/oder Höhenprofilen, in ansprechender Plexiglas-Hülle, etikettiert, mit Titelbild und Titelbeschriftung,
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