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 Ladinien kämpft um seine Identität - Marmolada 

Rätoromanische Sprachinsel in Südtirol und Trient 


Die "Wald- und Wasserfrauen" der Gruppe "Ganes" singen ladinisch: Motivaziun – 

http://www.youtube.com/watch?v=ZHz8YUisZi0&feature=related –

Das ist der Ohrwurm für den Anstieg auf die Marmolada!

 

Auszüge:


„'Dalle 15.30' sollte das Führerbüro besetzt sein. Auch um 16 Uhr ist noch niemand da. Um 16.20 Uhr kommt ein Mädchen und schließt die Tür zur Hütte auf. Deutsch kann sie nicht, aber Englisch. Nein, für die Marmolada hat sich noch niemand angemeldet. Sie schreibt meinen Namen in ein großes Buch. Wie lange kann es dauern, bis sich noch ein Aspirant meldet? 'I don’t know.' Aber wie wahrscheinlich ist es denn, daß sich überhaupt jemand meldet? 'I can’t say.' Sie weiß nicht, welche Führer gerade wo unterwegs sind, kann sie aber per Handy erreichen. Was war denn zum Beispiel letzte Woche an der Marmolada los? 'Three days Marmolada, Tuesday, Thursday and Friday.' Ist das immer so? Ist nächste Woche Dienstag auch die Marmolada wieder dran? 'Hm, I don’t know. That depends.' Depends on what? Weather? 'Perhaps'. Sie lächelt mich an. Ich hätte sie vernaschen sollen. Mit Mühe vereinbare ich mit ihr, daß ich ab jetzt jeden Tag zu ihren Öffnungszeiten vor der Hütte stehen werde; da bin ich erreichbar. Und jeden Abend werde ich mich erkundigen, was es Neues gibt. Sie ist erleichtert. Das ist die Lösung.“


„Die Venetier verzichteten auf ihre territorialen Ansprüche und akzeptierten den Richterspruch 'alla trentina'. Die Grenze lief demnach über den Grat des Marmolada-Massivs, und der gesamte Gletscher fiel an Canazei, mit der Ausnahme zweier kleiner 'Inseln' dort, wo die zwei Bergstationen der Seilbahn standen. Diese blieben voll in venetianischem Besitz, und ebenso die Konzession am Betrieb der Seilbahn, während die Abfahrtspiste und ihre Einrichtungen in trentinischen Besitz überging. Am wesentlichsten war jedoch, daß alle programmatischen politischen Entscheidungen zur touristischen Entwicklung der Marmolada im Einvernehmen zwischen Venetien und Trient getroffen werden würden.

Der Kompromiß hatte, gegenüber allen anderen diskutierten Varianten, den Vorteil, daß er dem Spruch des Obersten Gerichtshofs Genüge tat und gleichzeitig komplizierte wirtschaftliche Teilungsregelungen vermied. Zwei venezianische Enklaven waren auf trentinischem Gebiet entstanden. Und wenn ich jemals nichts Gescheiteres mehr zu tun habe, muß ich als Enklavensammler wohl mal mit dem 'Funivia Malga Ciapela – Punta Serauta – Punta Rocca' fahren und an den zwei besagten Zwischenstationen die jeweils höchsten Stellen aufsuchen und dort den Boden küssen.“

 


Ganes: Jora – 

http://www.youtube.com/watch?v=_OfWdpqNhE4&feature=related


 Ladinisch als unterdrückte Sprache:

http://www.youtube.com/watch?v=ePzUetN2T9M&feature=related



Dieses Kapitel ist erhältlich als Teil von Buch K und

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