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Zwischen Rittern und Allah: Malta -  Ta'Dmejrek 





Gipfelbilder Ta'Dmejrek

Auszüge:


"Weiter zieht das von gelblichen Steinblöcken eingemauerte Sträßchen nach Osten. Jetzt sehe ich mein Ziel vor mir am Horizont: Ta’ Dmejrek. Kein Malteser kennt den Namen des höchsten Punkts im Lande, keiner kann ihn erklären. Es sei halt eine Gewannbezeichnung, so wie wir in Deutschland sagen 'Zum Galgenbuckel' oder 'Auf der Höh', wenn wir ganz simple Felder meinen. Ein Mann, den ich nach der Bedeutung fragte, vermutete, das Wort würde richtig 'Ta’ Dméjirek' heißen – der 'Scherz'. Der Berg ist tatsächlich ein Scherz, ein richtiger Jux. Die richtige Erklärung liefert das Wort 'dmirek', das 'deine Pflicht' oder 'deine Aufgabe' bedeutet; in alten Zeiten war der Gipfel von Wächtern besetzt, deren Pflicht oder Aufgabe es war, nach Feinden Ausschau zu halten, die Malta hätten angreifen können. Fühle ich mich in meinem Gipfelsturm als Angreifer?"



"Von der Anhöhe vor mir hallt das Klappern und Schleifen, Biegen und Brechen von Steinzerkleinerungsmaschinen herüber. Lastwagen, voll beladen mit Steinquadern, fahren an mir vorbei und steuern dorthin. Sie bringen Abbruchmaterial von alten Häusern und Mauern, das in dem ehemaligen Steinbruch vermahlen und zu neuen Steinen gegossen wird. Ta’ Dmejrek ist vor allem ein Steinbaubetrieb, weniger ein Berg. Um besser sehen zu können, wo der höchste Punkt wohl ist, klettere ich auf ein Mäuerchen links an der Straße – und blicke neben mir in einen Garten. Stangen, jede etwa drei Meter hoch, ragen aus dem Garten empor, an ihrem Ende jeweils ein quadratisches Täfelchen angebracht. Aus einem Bunker in der Ecke des Gartens tritt der Besitzer heraus: 'What do you do here?' Nun, was tue ich eigentlich?"


"Zwischenstation in Mdina, der alten Hauptstadt. St. Pauls-Platz vor der Kathedrale, nach der Überlieferung der Platz, an dem einst der Apostel Paulus den römischen Statthalter Publius zum Christentum bekehrte. Eine kleine Kirche soll hier bereits seit dem 4. Jahrhundert an dieses Ereignis erinnert haben. Malta gibt sich ganz christlich. Stock-christlich, das Bollwerk gegen die Türken. Aber schon im Nachbarort Rabat komme ich ins Zweifeln, wenn ich das Hinweisschild am Tor der St. Agathenkirche lese: 'Din hi d-Dar ta’ Alla. Int gentilment mitlub li thun liebes dicenti – Dies ist ein Haus Allahs. Sie werden freundlich gebeten, anständig gekleidet zu sein'. Allah? Die Lösung gibt wieder die maltesische Sprache: Alla steht im Arabischen einfach für Gott, so einfach ist es: In Malta betet man zum gemeinsamen Gott der Muslime und Christen. Das 'gentilment' und 'dicenti' deuten darauf hin, daß man im Maltesischen für 'freundlich' und 'anständig' Fremdwörter benutzen muß; die entsprechenden Eigenschaften waren den sprachstiftenden Arabern offenbar unbekannt."


Im christlichsten aller Länder Europas heißt Gott "Alla"


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