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Die souverän-britischen Militärbasen-Gebiete Akrotiri und Dhekelia auf Zypern – mit den Schachtelenklaven Ormidhia, Xylotymbou und dem Kraftwerk von Dhekelia – und hat man Strovilia vergessen? – Apollo und Pyrgos Xylofágou


Die Basen sind britische Hoheitsgebiete und werden im Englischen offiziell als "Sovereign Base Areas – SBA" bezeichnet. Ihre Verwaltung  befindet sich in Episkopi Cantonment in Akrotiri – Sovereign Base Areas Administration – SBAA.

Zu den schon behandelten 6 Bergzielen auf Zypern kommen so noch 2 dazu, plus 4 weitere aus diversen Schachtelenklaven.  

 

            

Dhekelia: griechische, türkische und britische Ethnien schwerst ineinander verschachtelt   

                  

Akrotiri: noch ein Stück Großbritannien in Zypern

 

Grenzen über Grenzen auf Zypern!

Auszüge:

 

 

 

Verbote und Warnungen zählen auf Zypern nicht, wenn ich an meine Ziele kommen will.

 

"... Potamos Liopetriou – Πoταμoς Λιoπετριoυ. Ich komme an einem kleinen Bootshafen heraus mit einem Fischrestaurant an der Küste. Eine unaspaltierte Straße führt von hier der Küste entlang nach Südwesten bis vor die 'Telia Aqua Marine Ltd. – Marine Fish Farm'.

Hier stelle ich mein Auto ab und wandere zu Fuß weiter, geschätzte fünf Kilometer, zuerst auf einem Wanderweg, dann eine Geländeschwelle hoch auf eine aufliegende Kalkschicht und oben auf ihr weiter die zweite Hälfte des Wegs durch ein Karstfeld mit Gestrüpp, vorbei an einer Kiesfirma. Die Firma zerkleinert Steine, um daraus Kies und Splitt  herzustellen. Auf einer Anhöhe hinter der Firma stehen Schilder, die deutlich vor liegengebliebener Munition warnen. In meinem Rücken steht ein Schld am Zugang zu einem Steinbruch, das zur 'Quarry explosions' zuruft. Überall um mich herum schießt es nur, liegt Munition unerkannt herum, explodiert, reißt mir Beine ab und tötet mich. Ich will aber leben. Nichts passiert."

 

 Pyrgos Xylofágou – der Holzraspelturm von Dhekelia

 

"Von hier aus sehe ich zum ersten Mal in der Ferne den Kegelstumpf des Pyrgos Xylofágou auf einer Anhöhe über einem Kap thronen. Ich arbeite mich vorsichtig durch das möglicherweise verminte oder mit Munition verseuchte Gelände und strebe auf Sicht meinem Ziel zu. Zuletzt steige ich den kleinen Hügel des Gipfels hoch und kann den Turm obenauf studieren. Etwa vier Meter hoch ist der breite, gemauerte Kegelstumpf. An einer Seite sind drei Krampen eingeschlagen, über die ich, wenn ich wollte, den Turm erklettern könnte, doch das erscheint mir zu gefährlich. Es reicht mir, wenn ich auf der untersten Krampe stehend mich an der Wand des Turms aufrecke und über die Oberfläche des Kegelstumpfs schaue, auf die Küste und die Küstenebene und das blaue Meere. Neben dem Turm steht ein Flaggenmast mit einem verschlossenen Kästchen am Schaft, das wie der Behälter eines Gipfelbuches aussieht. Da aber kein Schlüssel daran hängt und auch keiner auf dem Boden herumliegt, kann ich mich nicht verewigen, und so weiß die Nachwelt nicht, daß ich es trotz Warnungen und Lebensgefahr bis hierher geschafft habe!"



Stilleben mit Grenzstein – beim Kraftwerk Dhekelia

 

"Wie bin ich denn eigentlich über die Grenze der Republik Zypern mit dem britischen Militärgebiet gekommen? Ohne Kontrolle, die Grenze nur durch runde, besser gesagt zylindrische, weiße Pfähle markiert. Und wie komme ich auf das Gelände des Kraftwerks, das wiederum zur Republik Zypern gehört? Erst mal gar nicht, denn auch die Enklave, auf der es sich befindet, ist eingezäunt. Die Straße führt einerseits am Zaun entlang, andererseits ist die nördliche Fortsetzung der Enklave frei zugänglich. Dadurch daß die Straße mittendurch führt und offenbar in britischem Besitz steht, habe ich zwei Ziele um das Kraftwerk herum: einmal die nördliche Hälfte, dann die südliche."


 

 

Das Kraftwerk Dhekelia – ein Stück griechisch-Zypern umgeben von britischem Territorium 

 

"Dergestalt ungeschoren weggekommen mache ich mich daran, ein ungleich schwierigeres Kapitel anzustoßen: den höchsten Punkt der eigentlichen, südlichen Kraftwerks-Enklave, die zu drei Seiten vom Meer umgeben ist, das heißt des 16,1 Hektar großen Landfitzelchens südlich der Durchgangsstraße, auf dem sich das Kraftwerk mit all seinen Gebäuden und Kaminen erhebt. Zum Glück kommt mir die Gestalt des Ländchens hilfreich entgegen: Die höchste Stelle muß natürlich direkt am südlichen Rand der Straße liegen, dort, wo das Land am weitesten von der Küste entfernt ist. Ich schreite also die Straße ab, zwischen Fahrbahn und Grenzzaun, notiere, daß da Grenzsteine direkt vor dem Zaun stehen, peile nach vorn und hinten, und entschließe mich nach längeren Zweifeln dafür, daß der höchste Punkt gerade am Eingangstor liegt. Dummerweise sitzt dort ein Pförtner in seinem Wachhäuschen, so daß ich es mir verkneife, die Koordinaten aufzunehmen. Was wird es schon groß sein? Ein paar Meter eben."


 

Alles, was mich auf Zypern interessieren könnte, ist verboten! Muß ignoriert werden.

 


Was ist das? Auch ein Grenzstein? Nein: ΧΩΡΟΜΕΤΡΙΚΟ ΣΗΜΕΙΟ heißt wörtlich "Land-Zeichen", also Vermessungspunkt. Und ΜΗ TO KATAΣTPEΨETE = Nicht zerstören! Gefunden an der Grenze der Schachtel-Enklave Dhekelia

 

Was ist denn noch alles verboten!!?

 

Auch das noch: Eine Straßensperre verhindert die Zufahrt zur Neutralen Zone. Nicht aber den Zugang.


 

Bei Dhekelia sind die Grenzsteine zwischen Großbritannien und der Republik Zypern zylinderförmig. Gilt das als Regel?

 

Beim Apollo von Akrotiri

 

Keine Angst vor den Polizeihunden! Die Hunde der britischen Royal Air Force tun nichts. Heranschleichen und abdrücken!

 

"Nach links hin umgehe ich, immer am Maschendraht entlang, wie auf einer Pirschroute für Hundestaffeln ein Wohngebäude des Militärs, das mir die Sicht versperrte, und sehe jetzt wieder die Radarstation vor mir gleißend weiß leuchtend. Nur ein kleines Tal scheint dazwischen. Der Weg führt in das Tal hinab – da sehe ich Militärs durch ein Tor des Zauns den Komplex betreten. Bleibe wie angewurzelt stehen; ob sie mich bemerkt haben?

Offenbar nicht. Ich quere ein aus dem Tal heraufführendes Asphaltsträßchen mit 'Passing Places', also Ausweichen. Am Gegenhang springe ich die Böschung hoch und kämpfe mich durch Gestrüpp wieder bis zum Kamm empor: Er entpuppt sich als zweiter Vorberg, noch immer stehe ich nicht auf dem Rücken, der die Radarstation trägt. Rostiger Stacheldrahl ist hier im Wäldchen ausgelegt; ich umgehe ihn links und steige weiter, gegen Sicht geschützt durch einen Verhau von Eukalyputsstämmchen, bis ich plötzlich vor dem hohen Maschendraht-Doppelzaun der Radarstation stehe. Oben aufgesetzt schützt Stacheldraht vor Überklettern, dahinter Laufpassagen für Polizeihunde. Ein Schild warnt vor ihnen, es sind aber keine zu sehen."


 

"Ich halte an und steige auf den Hügel – jetzt auf der linken Straßenseite in Fahrtrichtung. Das Tor der Station steht offen. Kein Wort von Fotografierverbot, keine Warnungen. Nichts rührt sich. Anscheinend ist die Stellung verlassen. Fast klettern muß ich, um den Metallgitterzaun zu erreichen, der den Unterstand umgibt. Immer vorsichtig dem Zaun entlang, ohne ihn zu berühren. Da hängen nämlich so merkwürdige zylinderförmige Dosen dran, etwa in der Größe einer Cola-Dose – sind das Erschütterungsmelder? Differenzialdruckmelder? Zaunsensoren? Können die Dinger explodieren, wenn ich sie anfasse?"



Dieses Kapitel ist erhältlich als Teil von Buch T und

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