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 Serenissima Repubblica di San Marino -  Die Cesta des Monte Titano 


Auszüge:


Wolfgang Schaub
Luisenstr. 13
D – 65779 Kelkheim
Germania                                                                                                                                                    18. 11. 2005


Sra.
Gisela Sammaritani
Interprete
Forse: SEGRETERIA DI STATO PER GLI AFFARI ESTERI, POLITICI, LA PROGRAMMAZIONE, COOPERAZIONE ECONOMICA E LA GIUSTIZIA
Palazzo Begni
Via Contrada Omerelli
o
SEGRETERIA DI STATO PER IL LAVORO E LA COOPERAZIONE, IL TURISMO, LO SPORT E LE POSTE
Via Contrada Omagnano
I – 47890/8 San Marino Città




Der höchste Punkt San Marinos: La Guaita o La Cesta?
Eine Bitte um eine kleine Unterstützung


Sehr geehrte Frau Sammaritani,

ich habe Sie vor 2 Monaten in Thailand in einer Sendung der Reihe „Euromaxx“ der Deutschen Welle gesehen und Sie als eine Dame kennengelernt, die in San Marino deutsch als Muttersprache spricht. Daher der Anknüpfungspunkt für mein Anliegen, das nichts mit Ihrer eigentlichen Tätigkeit zu tun hat; da aber San Marino klein ist, finden Sie vielleicht schnell die richtige Stelle in Ihrer Nähe. Ich bitte Sie freundlich darum, diesen Brief an die richtige Stelle in San Marino weiterzuleiten und zu erläutern.

Ich steige als Hobby auf alle höchsten Berge aller europäischen Staaten. Bei San Marino möchte ich mich nicht mit der pauschalen Information „Monte Titano“ zufrieden geben – die Frage ist: Ist es die Cesta oder die Guaita?

Entscheidend für mich ist dabei der natürliche höchste Punkt – also ohne die Türme zu berücksichtigen. Und wie hoch exakt sind die höchsten Punkte der Cesta und der Guaita?

Die Frage kann wahrscheinlich am besten ein Katasteramt oder Vermessungsamt in San Marino beantworten.

Man kann mir gerne auf italienisch antworten, auch per e-Mail – ich kann italienisch gut lesen, nur nicht sprechen.

Besten Dank für Ihre Botendienste – Sie sind eine gute Botschafterin San Marinos!

Mit freundlichen Grüßen,

Wolfgang Schaub



Ein sammarinesischer Milizionär bei einer Grenzverletzung


"Der ganze Bau ist direkt aus dem Felsen herausgehauen, ohne Fundamente. Mir wird jetzt klar, daß ich es schwer haben werde, auf dem Burggelände einen höchsten natürlichen Punkt zu identifizieren; die ganze Bergspitze scheint in den Burgbau integriert. Ein Blick nach Süden zur zweiten Burg, der Cesta, zeigt mir, daß diese auf einem ähnlich hohen, möglicherweise sogar etwas höheren Felsen sitzt. Nun, denke ich mir, das macht erst Mal nichts, dann steige ich eben auf den Turm und verschaffe mir einen Überblick, so gut es geht.

Schnell also weiter die enge Stiege hoch! Sie ist jetzt steil wie eine Leiter. Knall! Meinen Kopf durchzuckt ein fürchterlicher Schmerz. Sekundenlang sehe ich nur Sternchen. Ich habe mir den Kopf ganz schrecklich angehauen. Hatte meine Augen nur an den Sprossen der Leiter und dabei nicht bemerkt, daß diese durch einen engen Durchlaß führte. Mit dem Kopf bin ich an den Stein dieses Kamins gedonnert. Eine schöne Beule wird das geben!

Schließlich zwänge ich mich auch durch diesen mit Eisenklammern versehenen Durchlaß; Bergsteiger würden es als 'Schlüsselstelle' bezeichnen: Wer hier nicht durchkommt – und mit etwas weiterem Körperumfang kommt man hier nicht durch – dem ist der Gipfel der Guaita verwehrt. Nach dem Kamin mit Klapptür noch zwei hölzerne Stiegen, und ich stehe oben im Dachstübchen. Durch Dachluken geht der Blick weit ins Land, ein richtiger Gipfelblick."




"Wie der Vorgänger beherbergt der Turm hier auch ein paar ausgediente Gefängniszellen, vor allem aber ein bedeutendes Waffenmuseum. Etwa 535 Objekte sind hier ausgestellt, Schwerter, Messer, Lanzen, Flinten, Bogen, Armbrüste, Rüstungen mit vornehmlich Hieb- und Stichwaffen. Mittelalterliches und Neuzeitliches. Früher war das hier der Raum des Wächters und Gefangenenaufsehers. Ich verschwende kaum einen Blick an die schönen spitzen und scharfen Dinge, sondern wende mich an die Dame hinter dem Tischchen: 'Kann ich den Turm besteigen?' Sie reicht mich sogleich weiter an einen älteren Herrn, der mich mitschleppt zu einem verschlossenen Türchen im zweiten Stock des Museums. Doch wo ist der Schlüssel?

Eine Weile vergeht mit Schlüsselsuchen, dann hat er ihn. Mit Gewalt schiebt der Wärter die Riegel auseinander, mit Gequieke springt das Türchen auf, ich darf hinausklettern. Allein.

Ich finde mich auf einem terrassenartigen Ausguck wieder, aber keineswegs auf dem Turm. Am anderen Ende der Terrasse führt ein Treppchen zu einer Tür im Turm. Verschlossen. Jetzt hat niemand einen Schlüssel mehr. Ist aber vielleicht auch nicht nötig. Ich peile wieder waagerecht durch eine Schießscharte zur Guaita zurück. Bin ich tatsächlich ein bißchen höher? Rechts, auf der senkrechten Ostseite der Guaita sehe ich jetzt einen der schräggeschichteten Felsen, wie er hoch den Turm der Guaita einfaßt und wächtenartig über den Ostabsturz hinausragt; an diesem höchsten natürlichen Punkt der Guaita muß ich mich orientieren. Bin ich also auf meinem Ausguck an der Cesta höher? Wieder weiß ich es nicht, kann es nicht entscheiden. Letztendlich muß ich einem gedruckten Faltblättchen glauben, in dem ich folgenden Satz über die Cesta finde: 'Built at an elevation of 756m (2480ft) on Mount Titano, it's the highest-standing of the fortresses.' Heißt 'highest-standing' 'auf der höchsten Grundlage stehend', 'auf der höchsten Bergkuppe stehend', 'am höchsten ragend'? So ganz klar ist das alles nicht. Ist auch eh’ erst mal alles egal, denn vernünftig ersteigbar sind diese Felswächten weder bei der Guaita, noch bei der Cesta."


Dieses Kapitel ist erhältlich als Teil von Buch L und

als CD mit pdf-Datei,  89 Seiten, davon 66 teilweise mit Bildern, Karten, Wegskizzen und/oder Höhenprofilen, in ansprechender Plexiglas-Hülle, etikettiert, mit Titelbild und Titelbeschriftung,
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