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Autonom in Sardinien -  Punta la Marmora in den Monti del Gennargentu 


Autonome Region Italiens mit katalanischem Einsprengsel


Unterwegs zur Punta la Marmora

Auszüge:


„Eine Landkarte habe ich wie üblich wieder einmal nicht dabei. Versuche, meine Gipfel wenn es geht 'by fair means' anzugehen, also ohne exakte Vorbereitung, sondern wenn ich es mir zutraue, explorierend, tastend. Am Gennargentu traue ich mir das zu. Genieße die Abendstunden in völliger Stille, wenn die Sonne alles in rosarotes Licht taucht und die misanthropisch-melancholischen Gedanken die Überhand gewinnen. Leises Geklingel. Berge in sechs oder sieben Zügen hintereinandergestaffelt. Kühle Abendluft streicht zu den Fenstern des Autos herein. Halbmond steht schon am Himmel, der Westen noch in den Flammen des Untergangs leuchtet. Niemand wird mich hier heute nacht stören. Ein Schluck Wein. Das Muhen einer Kuh. Ein einsamer Vogel pfeift sein Abendlied. Absolute Stille dann. Total zurückgezogen.“


Der ultimative Erbsen-Eintopf

 

„Um 4 Uhr 30 wache ich auf. Der Große Wagen und der Polarstern stehen über meinem Ziel. Ich muß bis 5 Uhr warten, um das Nötige im Gelände zu sehen. Nach Norden steige ich auf und erreiche nach 400 Meter ein Wende- oder Parkplätzchen; danach geht der Weg nur noch als gut ausgebauter Fußweg weiter, zuerst geradeaus, dann ein bißchen zickzack bergan und schließlich bei einem Gatter in einer großen Linkskurve am Hang entlang.
Der Weg will anscheinend nicht auf den Gipfel steigen, so nehme ich eine direkte Abkürzung über Schafpfade durchs Geröll zu dem nächstbesten Vorgipfel. Um 6 Uhr stehe ich auf dem mit sieben Antennenmasten gespickten Gipfel, dem äußersten im Westen. Doch es ist unklar, ob dies hier wirklich schon der höchste Punkt ist. Südlich von mir ragt auch noch eine flache Kuppe empor, die etwa genauso hoch scheint. Leute mit zwei Autos sind auch hier oben, anscheinend kann man von Norden doch irgendwie bis hierauf fahren. Den Sonnenaufgang bekomme ich gerade noch rechtzeitig mit.“



„Der Kamm des Bergrückens zieht im Hufeisen hinüber zu der Kuppe und weiter zu einem niedrigeren Vorgipfel. Zwischen mir und der Kuppe in geschätzten drei Kilometer Entfernung liegt eine Scharte, die von hier aus leicht begehbar aussieht. Wenn ich sicher sein will auf dem höchsten Punkt gewesen zu sein, muß ich den Quergang in Angriff nehmen. Auf die Kuppe führt jedenfalls kein Weg, aber ein Kreuz oder so irgendeine Gipfelmarkierung sehe ich dort drüben. Welcher Gipfel – der, auf dem ich noch stehe, oder der dort drüben – ist wohl die Punta La Marmora? Man sollte meinen, es sei der, auf dem ich noch stehe, sonst wären hier nicht so viele Wege und Antennen und kleine Häuschen mit Photovoltaik-Platten installiert. 6 Uhr 30 mache ich mich auf den Weg hinüber zur Kuppe.“


Familienleben

 

„Es wird ein strahlend schöner Tag, als ich die ersten Schritte am Zaun entlang auf der Kammhöhe mache. Eine felsige Kuppe steht im Weg und wird rechts umgangen, um dann wieder zu dem Zaun zurückzukehren; bleibt aber immer rechts vom Zaun. Ein sichtbarer Trampelpfad leitet mich über den einfach zu begehenden Kamm.

Jetzt hört der Zaun vor einer Felsburg auf, auf der auch eine Stange steht. Wieder umgehe ich das Hindernis rechts und steige dann in die Scharte ab. Es ist 7 Uhr 30 mittlerweile, und ich schätze, ich bin 1700 Meter hoch.
Der Aufstieg auf der Gegenseite folgt wieder einem kleinen, mit Steinmännchen markierten Pfad, jetzt aber links – nördlich – des Kamms. Zuerst geht es über einen Hang, wie ein Felsenmeer mit Steinen und Platten bedeckt. Die Kuppe, die er zustrebt, ist leider auch nur ein Zwischengipfel. Noch einmal ein paar hundert Meter blinkt das Gipfelkreuz der richtigen Punta La Marmora in der Morgensonne. Also – 8 Uhr – nochmal in ein flaches Joch abgestiegen und von diesem sehr gemächlich ansteigend zum richtigen Gipfel. 8 Uhr 20 stehe ich oben. Allein.

'Ave Crux Spes Unica – sei gegrüßt, Kreuz, einzige Hoffnung' steht am Fuß des mehrere Meter hohen Aluminiumkreuzes, das fest in einen gemauerten Sockel eingebettet dasteht. Hier bin ich ganz oben.“


Ave Crux, Spes unica! Auf dem Gipfel der Punta la Marmora


Dieses Kapitel ist erhältlich als Teil von Buch L und

als CD mit pdf-Datei,  94 Seiten, davon 85 teilweise mit Bildern, Karten, Wegskizzen und/oder Höhenprofilen, in ansprechender Plexiglas-Hülle, etikettiert, mit Titelbild und Titelbeschriftung,
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