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Was ist Europa?

Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon für das deutsche Volk, 1841:  

„Europa, das heißt die Weiße, war die Tochter des phönizischen Königs Agenor und Schwester des Kadmus, und erhielt der Sage nach von einer Dienerin der Juno ein Schminkkästchen vom Putztische dieser Göttin zum Geschenk. Durch die Anwendung seines Inhalts ward sie so reizend, daß Jupiter sich in sie verliebte, als sie eines Tages am Ufer des Meeres weilte, in einen weißen Stier verwandelt ihr nahete und sich so einladend geberdete, daß sie den Stier zu besteigen wagte, der sofort ins Meer sprang und nach der Insel Kreta hinüberschwamm. Hier nahm Jupiter die Gestalt eines Jünglings an und Europa ward Mutter des Minos, Sarpedon und Rhadamanthus. Später wurde Europa die Gemahlin des Königs Asterius von Kreta, der ihre drei Söhne an Kindesstatt annahm, da seine Ehe kinderlos blieb. Diese Sage, welche Gottfried August Bürger in einem seiner Gedichte sehr ergötzlich behandelt, ist vielfach auf die von Asien ausgegangene Bevölkerung des Erdtheils Europa gedeutet worden.

Europa, der kleinste der fünf Erdtheile [...] ist aber der wichtigste durch Bildung seiner Bewohner, durch weise Staatsverfassungen, durch Bevölkerung und historische Erinnerungen. Fast alle wichtigen Erfindungen sind von Europäern gemacht, nirgend blühen Wissenschaften und Künste so herrlich und kühn durchschifft der Europäer alle Meere. [...] Auf drei Seiten vom Meere umgeben, hängt es nur auf der Ostseite mit Asien zusammen, wo die Grenze unbestimmt ist, weil man in Rußland, zu welchem diese Seite gehört, keine Trennung zwischen den Europa und zu Asien gehörenden Theilen macht. Die neuesten Geographen pflegen die Grenze längs dem Uralgebirge, dem Uralflusse und dem kaspischen Meere hinlaufen zu lassen; Andere nehmen außer jenem Gebirge den Don und das Asowsche Meer als Grenze an.“ 

 

Aus dem Online-Lexikon Wikipedia:  

Europa ist das westliche Fünftel der eurasischen Landmasse und wird üblicherweise als eigenständiger Kontinent betrachtet, obwohl es eigentlich ein Subkontinent von Asien ist. Insgesamt hat Europa eine Fläche von etwa 10,5 Millionen Quadratkilometern und ist damit nach Australien der zweitkleinste Kontinent. Dennoch besitzt Europa mit rund 730 Millionen Einwohnern die drittgrößte Bevölkerung aller Kontinente. Die Ausdehnung erstreckt sich vom Nordmeer und dem Atlantischen Ozean im Norden und Westen bis zum Ural und Mittelmeer im Osten und Süden.

Europa hat eine Fläche von 10 532 000 km² und eine Küstenlänge von rund 117 000 km. Der nördlichste Punkt des Kontinents liegt bei etwa 71,2° nördlicher Breite in Knivskjellodden, Norwegen, der südlichste Punkt in Tarifa im Süden Spaniens. Damit beträgt die Nord-Süd Ausdehnung etwa 3 800 Kilometer. Von Ost nach West erstreckt sich die Landmasse Europas vom Uralgebirge in Rußland bis zur Atlantikküste Portugals, was etwa 6 000 Kilometer West-Ost Ausdehnung bedeutet.

Insgesamt ist Europa stark zergliedert. Es beinhaltet einige größere Halbinseln, wie die Iberische, die Apennin-, die Skandinavische und die Balkanhalbinsel, sowie viele weitere, kleinere Halbinseln wie Bretagne und Jütland. Außerdem gibt es noch eine Vielzahl von Inseln, die größten sind die Britischen Inseln, Island, Sardinien und Sizilien.

Im Norden grenzt Europa an einzelne Randmeere des Nordpolarmeeres wie die Barentssee und das Europäische Nordmeer. Obwohl sich die Nebenmeere Nord- und Ostsee streng genommen innerhalb des Kontinents befinden, wird die Nordsee auch als seewärtige Grenze angesehen. Im Südosten grenzt Europa an das Kaspische Meer, im Süden an das Schwarze Meer und an das Mittelmeer, und im Westen an den Atlantischen Ozean.

Der höchste Punkt des Kontinents liegt nach der üblichen Definition der „Grenzen“ Europas in den Alpen zwischen Frankreich und Italien (Montblanc – 4808 Meter). Weniger verbreitet ist es, den nördlichen Kaukasus in Russland zu Europa zu zählen. Dann wäre der Elbrus mit 5642 Meter die höchste Erhebung des Kontinents. Der niedrigste Punkt Europas liegt mit 28 Meter unter dem Meeresspiegel an der Nordküste des Kaspischen Meeres. Im Rahmen meiner Buch-Serie: Kalmykien.

 

 
Innereurasische Grenze

 

Zwischen Europa und Asien gibt es keine eigentliche geographische, geologische oder plattentektonische Grenze. Deshalb ist eine tatsächliche geo-physikalische Grenze zwischen Europa und Asien eine Frage der Interpretation.

 

Tatsächlich gibt es keine allgemein anerkannte und unumstrittene Definition dieser Grenze. Viel mehr folgte die Grenzfestlegung, die keine völkerrechtliche oder praktische Bedeutung hat, wechselnden historischen und weltanschaulichen Kriterien und war daher im Lauf der Zeit immer wieder Änderungen unterworfen. Zur Zeit wird als „Grenze“ das Uralgebirge, der Uralfluss, das Kaspische Meer, das Schwarze Meer, der Bosporus, das Marmarameer und die Dardanellen angesehen.

Berge und Vulkane

Aufgrund der plattentektonischen Verschiebungen entstanden in Europa eine Vielzahl von Gebirge. Die wichtigsten sind unter anderem der Kaukasus, das Uralgebirge, die Alpen, die Pyrenäen und die Karpaten. Hier ein Überblick über die höchsten Berge:

 Im Kaukasus*:
  1. Elbrus* (5642 m), Rußland
  2. Dykh Tau* (5203 m), Rußland
  3. Shchara*  (5201 bzw. 5068 m),  Rußland/Georgien
  4. Koshtan Tau* (5150 m), Rußland
  5. Pushkin* (5100 m), Rußland
  6. Kazbek* (5047 m), Rußland/Georgien
  7. Mizhirgi* (5025 m), Rußland
  8. Katyn* (4974 m), Rußland
  9. Shota Rustaveli* (4960 m), Rußland/Georgien
  10. Borovikovs topp* (4888 m), Rußland

 

und weitere Kaukasus-Berge*.
 
 * umstritten, weil innereurasische Grenze unterschiedlich festgelegt wird
 
 
In den Alpen**:
  1. Mont Blanc (4808 m, mit Eiskappe), Frankreich
  2. Dufourspitze (4634 m, Monte-Rosa-Massiv), Schweiz
  3. Dom (4545 m), Schweiz
  4. Weißhorn (4505 m), Schweiz
  5. Lyskamm (4480 m), Schweiz/Italien
  6. Täschhorn (4491 m), Schweiz
  7. Matterhorn (4478 m), Schweiz/Italien
  8. Dent Blanche (4357 m), Schweiz
  9. Grand Combin (4314 m), Schweiz/Italien
  10. Finsteraarhorn (4274 m), Schweiz
** inklusive verschiedener Nebengipfel
 
 
Durch die Bewegung der Erdplatten gibt es in Europa besonders an der eurasischen Plattengrenze zahlreiche Vulkane. Die bekanntesten hier im Überblick:
 
  • Ätna (veränderlich um 3370-3400 m), Sizilien, Italien
  • Hvannadalshnúkur (2119 m, unter dem Vatnajökull), Island
  • Grímsvötn (1725 m, unter dem Vatnajökull), Island
  • Herðubreið (1682 m), Island
  • Hekla (1491 m), Island
  • Vesuv(io) (ca. 1200 m), Italien
  • Stromboli (ca. 926 m), Italien
  • Santorini (Σαντορίνη) (575 m), Griechenland
     
Sprachen
 
Mehr als 90 Prozent der Einwohner Europas sprechen indogermanische Sprachen. Am weitesten verbreitet sind slawische, germanische und romanische Sprachen. Auch Griechisch, Albanisch, die baltischen und keltischen Sprachen, sowie das Romani zählen zu den indogermanischen Sprachen.
 
Die uralischen Sprachen stellen die zweitgrößte Sprachfamilie Europas dar. Sie unterteilen sich weiter in die samojedischen Sprachen, die von einigen wenigen Tausend Menschen im äußersten Nordosten Europas gesprochen werden, und in die finno-ugrischen Sprachen. Hierzu zählen vor allem Finnisch, Ungarisch, Estnisch als Amtssprachen, ferner die in Lappland gesprochenen samischen Sprachen und einige Minderheitensprachen, vor allem in Rußland.
Im europäischen Teil der Türkei ist mit Türkisch eine altaische Sprache Amts- und Titularsprache. Andere Turksprachen kommen als Minderheitensprachen in Ost- und Südosteuropa vor, so etwa das Gagausische und das Tatarische. Mit Kalmückisch wird am Ostrand des Kontinents auch eine Sprache des mongolischen Zweigs der Altaisprachen in Europa gesprochen.
 
Mit Maltesisch ist auf der Insel Malta zudem eine Sprache des semitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachen vertreten. Die in Spanien und Frankreich gesprochene baskische Sprache wird keiner größeren Sprachfamilie zugerechnet, ihr Ursprung konnte durch die moderne Sprachwissenschaft nicht rekonstruiert werden und ist nach wie vor unbekannt. Darüber hinaus werden heute in Europa zahlreiche weitere Sprachen aus anderen Sprachfamilien gesprochen, die durch Einwanderer in jüngerer Zeit hierher gelangt sind.
 
Am gebräuchlichsten in Europa ist das lateinische Alphabet, gefolgt von dem kyrillischen Alphabet (in Rußland, Weißrussland, der Ukraine, Bulgarien, Serbien, Mazedonien und Teilen Montenegros) und dem griechischen Alphabet.

 

Religionen
 
Etwa 75 % der Europäer sind Christen (vor allem katholisch, protestantisch, orthodox). 8 % sind Muslime, wobei die meisten Muslime in den europäischen Teilen Rußlands (25 Millionen) leben, aber auch in der Türkei (5,9 Millionen), Frankreich (5,5 Millionen), Deutschland (3,2 Millionen), Großbritannien (1,5 Millionen) und Italien (1 Million). Zudem gibt es Juden (weniger als 2 Mio.), sowie eine größere Zahl von anderen Teilen der Welt gekommener Religionen oder neu entstandener Religionen. Etwa 17 % der Europäer sind konfessionslos, besonders in den Städten und in Estland, Tschechien und den Niederlanden, aber auch in Ostdeutschland.
Die alleinige Konfessionszugehörigkeit sagt jedoch wenig über den tatsächlichen Grad der Religiosität in einem Land aus. Nach der European Values Study bezeichneten sich ca. ein Drittel der Europäer als unreligiös, 5 % als überzeugte Atheisten.

Europäische Religionsverteilung
Politische Organisation
 
Es gibt 45 vollständig (von der UNO) anerkannte souveräne Staaten. Siehe dazu: Was ist ein Staat?
Geographisch kompliziert ist die Lage im Falle der folgenden Staaten:
  • Rußland liegt nur mit einem Viertel seiner Landmasse in Europa, dies ist jedoch das historische Kernland mit 75 % seiner Bevölkerung. Politisch wird es deshalb als europäischer Staat betrachtet, geographisch jedoch die Mehrheit seines Territoriums zu Asien gerechnet, wobei die genaue Abgrenzung des europäischen vom asiatischen Teil umstritten ist.  
  • Die Türkei liegt nach der traditionellen geographischen Abgrenzung an Bosporus und Dardanellen nur mit 3 % ihrer Fläche in Europa, der Rest in Asien. Zum europäischen Teil gehört jedoch die größte Stadt und historische Hauptstadt. Die politischen und kulturellen Grenzen folgten in dieser Region kaum jemals der traditionellen geographischen Abgrenzung der Kontinente. Die Türkei unterscheidet sich vor allem durch ihre muslimische Religion vom Großteil des restlichen Europas. Politisch gehört die Türkei als Mitglied des Europarats zu Europa. Sie hat zudem eine Zollunion mit der EU und wird bei internationalen Sport- und Kulturveranstaltungen meist Europa zugeordnet. Auf politischem Gebiet ist die Frage der Zugehörigkeit der Türkei zu Europa derzeit vor allem im Kontext der Verhandlungen über ihren Beitritt zur EU heftig umstritten.
  • Zypern liegt im östlichen Mittelmeer nahe der Küste Asiens, zu dem es deshalb geographisch meist gezählt wird. Geschichtlich und kulturell ist es jedoch eng mit Europa verbunden und politisch Mitglied europäischer Organisationen, seit Mai 2004 auch Mitglied der Europäischen Union.
  • Die transkaukasischen Staaten Armenien, Aserbaidschan und Georgien werden geographisch meist zu Asien gerechnet, wobei jedoch die genaue Abgrenzung der Kontinente in dieser Region umstritten ist. Geschichtlich und kulturell sind jedoch die beiden mehrheitlich christlichen Staaten Armenien und Georgien mit Europa verbunden. Alle drei Staaten sind Mitglieder des Europarates und werden bei internationalen Sport- und Kulturveranstaltungen meist Europa zugeordnet.
  • Kasachstan liegt nach der am weitesten verbreiteten geographischen Abgrenzung am Uralfluss mit einem kleinen Teil seiner Landfläche in Europa, der Rest in Asien. Abgesehen von der Mitgliedschaft in der OSZE, die es jedoch mit vier weiteren zentralasiatischen Staaten teilt, wird es politisch und kulturell gewöhnlich zu Asien gezählt.
  • Dänemark: Das autonome Grönland gehört geographisch zu Nordamerika.
  • Frankreich: Die überseeischen Territorien in Nord- und Südamerika, Afrika und Ozeanien gehören politisch zum Mutterland.
  • Portugal: Das autonome Madeira liegt näher an Nordafrika; die Azoren auf dem mittelatlantischen Rücken.
  • Spanien: Die Plazas de soberanía und die Kanarischen Inseln gehören geographisch zu  Nordafrika.
  • Israel liegt geographisch unbestritten in Asien. Bei internationalen Sport- und Kulturveranstaltungen wird es jedoch oft Europa zugeordnet.
  • Island liegt geographisch auf dem Mittelatlantischen Rücken.

 

In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde als erste gemeinsame europäische Institution der Europarat gegründet, der nach Ende des Ost-West-Konfliktes 47 Staaten umfaßt. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die 1975 als Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) damals blockübergreifend gegründet wurde, und der neben europäischen Ländern auch die USA und Kanada angehören.

Flagge der Europäischen Union
Wer im politischen Sinne von „Europa“ spricht, meint aber meist die Europäische Union (EU) oder ihre Vorläufer: 1951 schlossen sich Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Italien und Frankreich zur Montanunion bzw. EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) zusammen. Der Versuch, eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) sowie eine Europäische Politische Gemeinschaft (EPG) zu gründen, scheiterte 1954 an der französischen Nationalversammlung. Daraufhin wurden 1957 mit den Römischen Verträgen die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) sowie die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet. Der Sammelbegriff Europäische Gemeinschaften (für EGKS, Euratom und EWG) wurde im alltäglichen Sprachgebrauch mehr und mehr durch den Singular Europäische Gemeinschaft verdrängt. Mit dem Maastrichter Vertrag 1993 wurde schließlich die Europäische Union gegründet die die alten Gemeinschaften und Kooperationsformen umfaßt. Nach der Ost-Erweiterung im Jahre 2004 zählt diese 25 Mitglieder.
 Ein Großteil der Mitgliedsländer der ebenfalls in den 50er Jahren gegründeten EFTA (European Free Trade Association) ist mittlerweile in die EU übergetreten, nur noch Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein sind Mitglieder. Die EFTA ist ähnlich wie die EU eine Freihandelszone.
In militärischer Hinsicht ist die NATO (Nordatlantikvertrag-Organisation) in Europa von großer Bedeutung. Sie wurde 1949 aufgrund der sich abzeichnenden Differenzen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zwischen den Westalliierten und der UdSSR gegründet. Neben den 23 europäischen Mitgliedern sind auch die USA, Kanada und die Türkei Mitglieder der NATO.
 
Wirtschaft

1-Euro-Münze
 
 
Im 19. Jahrhundert war Europa durch die in England beginnende und auf den ganzen Kontinent übergreifende Industrielle Revolution konkurrenzlos die führende Wirtschaftskraft. Später brachten verschiedene internationale Einrichtungen und Organisationen, wie die EFTA (Europäische Freihandelszone) und die Europäische Union einen Wachstumsschub, der in vielen Teilen Europas bis in die 70er und teilweise in die 80er anhielt. Die Versorgung der Bevölkerung Europas konnte durch die Verringerung von Handelsbeschränkungen ebenfalls weiter ausgebaut werden.
 
Seit dem 1. Januar 1999 gilt in zwölf Staaten der EU der Maastricht-Vertrag, mit dem diese Länder eine Währungsunion bilden und somit ihre jeweiligen Landeswährungen abschafften und den Euro einführten.