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März 2017: Die Liste von 135 Höchsten ist abgearbeitet Der Sammelband "Von nun an geht's bergauf – Über Pinneberg und Pico auf die Gipfel Europas" erschien bei MALIK im PIPER-Verlag.

Strikt habe ich künstliche Strukturen ausgeschlossen, auch wenn sie manchmal höher sind als die natürlichen Höhepunkte im Gelände – wie auch immer: Es wird klar, daß alles nur eine Sache der Definition ist: Nicht nur, was "Europa" ist, sondern auch ein "Staat", ja selbst was ein "Berg" ist:

http://www.summitpost.org/view_object.php?object_id=526136&confirm_post=7

 

Venceremos !

 


 Ich danke allen, die mir über die Jahre geholfen haben, Europas Höhepunkte zu identifizieren und zu erreichen, speziell in abgelegenen, dubiosen Gebieten, von Tschetschenien bis Transnistrien, von Spitzbergen bis Gibraltar. Dankbar bin ich auch, dass ich das überleben durfte, unbeschädigt durch Landminen, Bären, KGB-Offiziere und Milizen.

Doch 135 Ziele und noch nicht genug. Bei meiner Arbeit zur Pyrenäengrenze habe ich erkannt, dass ich zwei “unabhängige” Länder übersehen habe:

Zuerst hätte ich der Fasaneninsel ein eigenes Kapitel widmen sollen, der Insel im baskischen Grenzfluss Bidassoa, die alle halbe Jahre zwischen einer französischen und einer spanischen Souveränität pendelt. Ein Unikum weltweit!

Flaggenwechsel auf der Fasaneninsel


Sodann habe ich das Pays Quint übersehen. Die Spanier nennen diesen Landstrich, der politisch ihnen, wirtschaftlich aber Frankreich gehört, Quinto Real und die Basken Kintoa. 2500 Hektar groß ist dieses Ländchen, acht französische Familien leben in ihm. Der höchste Punkt ist der Adi mit 1459 Meter.

Das Quinto Real wartet darauf erforscht zu werden!


Wenn das allein schon in den Pyrenäen so kunterbunt zugeht, wie wird es dann im Rest Europas sein! Wieviel “unabhängige” Länder wird es insgesamt geben? Mit Leichtigkeit käme ich auf 150, wenn ich wollte.


Und das europäische Karussell dreht sich weiter, neue Staaten entstehen, alte vergehen. Schottland war gerade an der Schwelle, Katalonien wird bald folgen. Aktuell haben sich aus der zerbröselnden Ukraine die Volksrepubliken Donezk und Luhansk abgespalten – Донeцкая Нарoдная Респyблика und Луганская Народная Республика. Schnell sind ihre höchsten Punkte identifiziert: Für erstere finden wir dicht an der russischen Grenze nordöstlich von Tarasovka einen namenlosen Punkt 216:



Der höchste Punkt der Volksrepublik Luhansk ist der 367,1 Meter hohe Hügel Гора Могила Мечетная (Gora Mogila Mečetnaja) südwestlich von Luhansk, etwa in der Mitte zwischen Donezk und Luhansk:


Aber ich werde warten müssen, bis die Lage dort konsolidiert ist. Dann werden sie eine leichte Beute sein!


Erschienen sind ferner:

"Meine Höchsten" – eine Zusammenschau über die Frage, was Höhe an Bergen bedeutet; hier wird der Mount Everest gnadenlos entthront, denn vom Meeresspiegel aus zu messen ist willkürlich. Plötzlich erheben sich Chimborazo und Thabana Ntlenyana zu den Höchsten der Erde; der Katastrophenfilm "2012" zeigt den Weg;

"Deutschland extrem" – über die geographischen Extreme Deutschlands;

"Deutschland ringsherum" – eine seltsame Wanderung zu Merkwürdigkeiten der deutschen Grenze.

"Zu den Quellen" – besucht und dokumentiert die Quellen der größten deutschen Flüsse, und verarbeitet sie zu einem speziellen Reiseführer;

"4 Grate – 1 Gipfel" – beleuchtet die Funktion von Pyramiden als Ersatz für Berge.

"602 + 70 + 45 und noch mehr Grenzsteine" – über die französisch-spanische Pyrenäengrenze. Warum habe ich sie ihrer Länge nach abgewandert – virtuell zumindest? Weil mich gerade sie fasziniert, ihre pulsierende Lunge an der Fasaneninsel im Bidassoa, ihre ökonomische Durchlässigkeit, ihre aufgepfropfte Künstlichkeit, mit ihrer Luftblase Andorra, mit ihrer Arabeske Llívia, mit ihrem seltsamen Konstrukt des Pays Quint.


Im Druck bzw. in Arbeit sind:

"Eigener Staat oder Niemandsland?" – die Anleitung zu ultimativem staatlichen Schwachsinn in Eigenregie.

Was muss noch erwandert werden?

Juni/Juli 2017: Von Wallsend bis Bowness-on-Solway entlang des Hadrian's Wall von Ost nach West; zurueck auf der Stanegate. Von Kilpatrick bis Bo'ness am Firth of Forth entlang des Antoninuswalls von West nach Ost;

August/September/Oktober: Von Rheinbrohl bis Eining entlang des Obergermanischen und Rhätischen Limes.

Beides zusammen, eventuell erweitert durch die Limesspuren in Rumänien, soll in eine Mammut-Dokumentation münden; Titel noch unbekannt.

Und wenn ich nichts mehr zu verlieren habe: "Berge der Bibel" – dabei werde ich dann bestimmt erschossen.